Streitschlichtung

Das Projekt „Streitschlichtung“ gibt es an unserer Geschwister-Scholl-Realschule seit dem Schuljahr 2007/08. Es gab mehrere Besprechungen zur Erarbeitung eines Konzeptes, das dann im Schuljahr 2008/09 umgesetzt werden sollte.
Das Grundprinzip der Streitschlichtung besteht darin, dass es in einem Konflikt nicht um „Gewinnen“ oder „Verlieren“ geht. Die am Konflikt beteiligten Schüler sollen sensibilisiert werden, sich in den Konfliktgegner hinein zu versetzen und die Gefühle und Motive des anderen nachvollziehen und verstehen. Am Ende des Streitschlichtungsgesprächs soll eine Lösung gefunden werden, mit der beide Parteien leben können.
Die Streitschlichter sind die Moderatoren. Sie sind absolut neutral und auf der Grundlage von Vertraulichkeit und Unparteilichkeit versuchen sie, auch die Sichtweise des jeweils anderen zu verdeutlichen. Die gemeinsam erarbeiteten Lösungsvorschläge werden in einem Vertrag mit der Unterschrift aller Beteiligten festgehalten. Es wird noch ein weiteres Treffen (ca. 2 Wochen später) vereinbart, wo überprüft wird, ob die Vereinbarungen eingehalten wurden.
In den bisherigen Streitschlichtungssitzungen hat es sich als positiv herausgestellt, wenn die Schüler untereinander versuchen, ihre Konflikte zu regeln, der Lehrer im Hintergrund bleibt und nur in schwierigen Fällen hinzugezogen wird.
Durch das Projekt „Streitschlichtung“ lassen sich Streitigkeiten und Gewalt an unserer Schule sicherlich nicht abschaffen. Die Schüler lernen aber, anders mit Konflikten umzugehen. Sie verwirklichen Regeln und lösen Konflikte eigenverantwortlich und gewaltfrei. Sie versetzen sich in die Lage des Konfliktgegners und können eine tolerante Haltung entwickeln.